Walter Höferl: Ohne Stiftung hätte ich keine Weiterbildung gemacht

Walter Höferl ist 41 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Hainburg in Niederösterreich. Er ist gelernter Landmaschinen- und Kfz-Mechaniker und war 13 Jahre lang als Produktions-mechaniker im ehemaligen Austria-Tabak-Werk beschäftigt. Bis zum Jahr 2011.

Wie haben Sie die Situation im Dezember 2011 erlebt?

Über die Schließung gab es damals viel Gerede. Erfahren haben wir’s zuerst am Vorabend aus Kurier News aus dem Internet. Am nächsten Tag in der Früh hat man eine große Betriebs-versammlung angesetzt. Und der Direktor hat uns dann über die Stilllegung informiert.

Sie wurden plötzlich arbeitslos, wie sind Sie damit umgegangen?

Für mich war von Anfang an klar, ich denke positiv und schaue mir an, was auf mich zukommt. Mein Glück war, daß ich damals eigentlich eine fixe Vorstellung hatte: ich wollte den Computerführerschein und einige Kurse machen. Doch zuerst einmal habe ich den Urlaub aufgebraucht.

Wie haben Sie von der Arbeitsstiftung erfahren – und wie ging es weiter?

Ich bin zum AMS, dort wurden alle Daten aufgenommen und dann bin ich in die vorangemeldete Stiftung eingetreten. Ich habe den Computerführerschein einen Kurs für elektrotechnische Sicherheitsvorschriften und einen Hydraulikkurs belegt. Etwas später habe ich die Lehrabschlussprüfung in Metallbearbeitung gemacht.

Jetzt bin ich ein Allroundler und arbeite als Gemeindearbeiter. Ohne Arbeitsstiftung hätte ich diese Kurse – schon rein finanziell und neben der Arbeit – sicherlich nicht gemacht.

Was würden Sie anderen Menschen raten, wenn sie in eine ähnliche Lebenssituation kommen wie Sie?

Das ist schwierig zu sagen! Nach vorne schauen, positiv denken, sich informieren und nicht in ein Loch fallen. Ein bissl Glück gehört auch dazu.

  • Sozialministerium

    Abteilung VI/A/3 Internationale Arbeitsmarktpolitik und Grundsatzfragen

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