Rene Windisch: Die Chance genützt

Rene Windisch, 32 Jahre, Trofaiach (ST), gelernter Schlosser, arbeitet als technischer Angestellter bei der voestalpine Stahl Donawitz, seit 2009 in der Stahlstiftung.

Wie waren Sie von der Krise betroffen, wie haben Sie das erlebt?

Irgendwie haben wir es alle gespürt. Es begann mit Kurzarbeit, dann mussten wir die Urlaube abbauen und eines Tages hat der Betriebsrat gesagt, dass einige Kollegen auf andere Betriebe verteilt werden müssen.

Wie erfuhren Sie von der Stahlstiftung?

Von Betriebsrat und Personalchef. Einige Kollegen gingen in andere Betriebe der voestalpine, andere in Bildungskarenz und die dritte Variante war die Stiftung. Ich wollte zuerst die Hüttenmeisterprüfung machen, dann gab es da die Möglichkeit, die HTL zu machen. Vier Jahre. Bis 2013.

Wie profitieren Sie von dieser Ausbildung? Sind Sie bereits wieder auf Jobsuche?

Während der HTL lernt man auch andere Firmen kennen. Wir besuchten verschiedene Betriebe und machten Führungen. Derzeit arbeite ich als technischer Angestellter bei der voestalpine Stahl Donawitz und bin sehr zufrieden damit.

Was raten Sie anderen Menschen, die in eine ähnliche Situation kommen wie Sie. Plötzlich ohne Job – von heute auf morgen?

Man muss an sich selbst glauben. Zuerst einmal ist da die Familie, Freunde – die fangen einen auf. Ich habe in der Zeit gerade ein Haus gebaut und hatte natürlich Angst vor den finanziellen Einbußen. Und ich hab mich gefragt, ob ich die HTL schaffen kann. Man muss seine Chance nutzen. Ohne Stahlstiftung wäre die HTL für mich nicht möglich gewesen.

  • Sozialministerium

    Abteilung VI/A/3 Internationale Arbeitsmarktpolitik und Grundsatzfragen

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