Norbert Traxler: Den Kopf nicht hängenlassen

Norbert Traxler, 36 Jahre, war Lagerarbeiter bei der Austria Tabak. Ende 2011 wurde er gekündigt.

Wie haben Sie von der Schließung des Werkes Austria Tabak erfahren?

Zuerst aus den Medien und später hat uns der Chef bei der Betriebsversammlung darüber informiert. Wir mussten noch am selben Tag die Arbeit beenden und wurden alle nach Hause geschickt. Das war nicht lustig! Ich habe mich in mein Auto gesetzt und bin 200 Kilometer in der Gegend herum gefahren.

Wie ging’s dann weiter?

Über das Arbeitsmarktservice kam ich in die Arbeitsstiftung und hab denen gleich gesagt, ich will in die Stiftung. Ich glaube, ich war einer der Ersten, der aufgenommen wurde. In der Stiftung hat man uns über alles informiert: über das Finanzielle und über die Möglichkeit verschiedene Kurse zu machen. Mit hat das sehr geholfen.

Ich hab einen Staplerkurs gemacht und die Damen von der Stiftung haben mich auch auf die Bewerbungen gut vorbereitet. Und ich hab am WIFI mit der Ausbildung zum Werkmeister in Lebensmitteltechnologie begonnen. Da musste ich viel dazulernen.

Gleichzeitig habe ich mich bei der Firma Coca Cola Hellenic in Edelstal für den Produktionsbereich beworben. Und es hat geklappt! Die Firma hat mir dann die Ausbildung weiterbezahlt. Heute arbeite ich in der Produktion und mische den Sirup für das Coca Cola ab.

Was würden Sie anderen Menschen raten, wenn sie in eine ähnliche Situation kommen?

Man darf den Kopf nie hängen lassen, muss nach vorne schauen, weil es geht immer irgendwie weiter. Die Stiftung war super, die hat mir sehr geholfen.

  • Sozialministerium

    Abteilung VI/A/3 Internationale Arbeitsmarktpolitik und Grundsatzfragen

    MMag.a Valerie Bösch

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