Michael Holzer: Vom Vorarbeiter zum Pflegehelfer

Michael Holzer ist 44 Jahre, hat zwei Kinder und lebt in der Nähe von Hainburg in Niederösterreich. Herr Holzer arbeitet zuerst als Kellner, später als Vorarbeiter bei der Austria Tabak. Ende 2011 wurde er, sowie 200 seiner Kollegen gekündigt. Die Firma verlagerte ihre Produktion nach Polen und Rumänien.

Wie haben Sie von der Schließung des Werkes Austria Tabak erfahren?

Wir haben das alle zuerst aus der Zeitung erfahren. Am nächsten Tag gab es dann gleich in der Früh eine Betriebsversammlung und noch am selben Tag wurden wir alle nach Hause geschickt. Das war ein richtiger Schock!

Wie ging’s dann weiter?

Wir kamen dann bald in die Arbeitsstiftung und wurden über alles informiert. Die Beraterinnen waren sehr nett. Ich hatte Glück, weil auch drei Freunde gemeinsam mit mir in der Stiftung ein Praktikum gemacht haben und wir zuerst das richtige Bewerben gelernt haben. Ich kam ursprünglich aus dem Gastgewerbe – ich war Kellner – und mir gefiel es, mit Menschen zu arbeiten.

Über die Stiftung habe ich dann die einjährige Ausbildung zum Pflegehelfer gemacht. Das Lernen ist mir am Anfang schwer gefallen, aber es ging dann irgendwie. Im März 2013 war ich fertig mit der Ausbildung und im April begann ich bei der NÖ Volkshilfe im Pflegeheim Bruck an der Leitha. Ohne Stiftung hätte ich diese Weiterbildung sicherlich nicht gemacht!

Was würden Sie anderen Menschen raten, wenn sie in eine ähnliche Situation kommen?

Sich gut informieren, am besten sofort in eine Arbeitsstiftung eintreten und auch wenn es schwer fällt, etwas dazulernen, sich weiterbilden. Ich hab’ zehn Jahre bei der Austria Tabak gearbeitet. Das war auch schön – jetzt arbeite ich bei der Volkshilfe als Pflegehelfer und das gefällt mir besser.

  • Sozialministerium

    Abteilung VI/A/3 Internationale Arbeitsmarktpolitik und Grundsatzfragen

    MMag.a Valerie Bösch

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